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Der staufreie Klavier-Fingersatz - Cairns' Style - Comfort in Every Bar. Certain in Every Key.

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The Blog
Datum: 15. September 2026

Der staufreie Klavier-Fingersatz
My dear Piano Lovers,

Klavierspielen kann großen Spaß machen und zutiefst befriedigend sein, aber nur, wenn du Noten mit einem für dich passenden Fingersatz vor dir hast.

Die Frage, die sich jeder stellt, ist, was einen guten Klavierfingersatz eigentlich ausmacht.

In diesem Blogartikel werde ich nicht auf Details eingehen, die die Auswahl eines für dich persönlich passenden Fingersatzes betreffen, sondern vielmehr auf das Layout und darauf, wie oft eine Fingernummer (oder auch Ziffer des Fingersatzes) innerhalb eines Taktes platziert oder in einigen benachbarten Takten wiederholt werden sollte.

Wie spielst du Klavier?
Meiner Meinung nach gibt es drei Typen von Klavierspielern:

Der erste Typ schaut auf die Noten und auf die Tasten. Daher wandert die Aufmerksamkeit ständig zwischen diesen beiden Orten hin und her.

Der zweite Typ, der die Noten bereits auswendig kennt und sie nicht mehr benötigt, schaut beim Spielen nur noch auf die Klaviatur.

Der dritte Typ ist vielleicht der seltenste, da er nur auf die Noten schaut und sehr selten kurz auf die Klaviatur blickt, während die Hände den Weg über die Tasten anscheinend blind finden.

Da die meisten Nicht-Berufspianisten dem ersten Typ zu entsprechen scheinen, ist es essenziell, dass du jedes Mal, wenn du wieder auf die Noten schaust, den gesuchten Takt mit dem fraglichen Fingersatz so schnell wie möglich findest.

Das optische Layout eines guten Klavier-Fingersatzes
Nicht nur aufgrund der Tatsache, dass die meisten Dynamikangaben mittig zwischen den beiden Notensystemen stehen, lässt sich der Fingersatz für die linke oder rechte Hand leichter erfassen, wenn die Fingernummern für die rechte Hand oberhalb und für die linke Hand unterhalb der Noten platziert werden.

Bei Legatobögen sollten die Fingernummern oberhalb oder, falls machbar, unterhalb des äußeren Bogens geschrieben werden.

Da eine gerade horizontale Linie meist nicht möglich ist, weil die oberen oder unteren Linien der Noten innerhalb ihres Systems variieren, sollten die Fingernummern ganz nah an und über der jeweiligen Note geschrieben werden – außerhalb des Notensystems und ohne die Lesbarkeit zu gefährden.

Der praktische Nutzen des Klavier-Fingersatzes
Ich vergleiche einen Klavier-Fingersatz oft mit dem Geländer neben einer Treppe, die man schon oft benutzt hat.

Nach einigem Üben mit der linken und der rechten Hand fühlst du dich vielleicht recht sicher, wann du welchen Finger auf welche Taste setzen musst – und genau so sollte es auch sein.

Sobald du jedoch anfängst, mit beiden Händen zusammenzuspielen, wird es oft anspruchsvoller, den gelernten Fingersatz für jede Hand währenddessen noch sicher im Kopf zu behalten.

Deshalb musst du in dem Moment, in dem du hilfesuchend zu deinem Notenblatt hochschaust, den fraglichen Takt (zusammen mit einem hoffentlich hilfreichen Fingersatz) innerhalb kürzester Zeit finden.

Es ist also nicht hilfreich, wenn du dich in einem oder sogar mehreren Takten deines Stücks lediglich auf einen nur rudimentären oder gar keinen Fingersatz verlassen kannst.

Da ich ein Befürworter des Übens kleiner Ausschnitte bin, schreibe ich mir und meinen Schülern normalerweise einen Fingersatz in die Noten, der so detailliert wie nötig ist.

Ich sehe jedoch davon ab, dieselbe Fingernummer über oder unter sich wiederholenden Noten zu platzieren, solange ich diese nicht nutze, um einen Lagenwechsel an genau dieser Stelle vorzubereiten.

Weil das alles sehr theoretisch ist, beende ich diesen Blogartikel mit der Abbildung eines Ausschnitts aus dem Notenblatt eines irischen Limericks, damit du das Layout meines Fingersatzes selbst beurteilen kannst.

An example of a tidy layout: piano fingering and dynamics for "Michael Finnigin", bars 5 to end, modified by Giselle Anna Cairns
Ein Doing it Cairns' Style-Fingersatz: Ein Ausschnitt des traditionellen irischen Limericks „Michael Finnigin“, dessen Layout ordentlich und außerhalb der Notensysteme ist, sowie im Bassschlüssel die von Giselle Anna Cairns komponierte musikalische Vertonung eines Windstoßes enthält.

Hast du dich gefragt, warum, in piano’s name, ich die Metapher eines Staus in die Überschrift gesetzt habe?

Nun, da du sowohl durch zu wenige oder zu viele Fingernummern eines Fingersatzes ins Stocken geraten kannst, könntest du gezwungener Weise langsamer werden oder sogar unfreiwillig ganz stoppen müssen.

Aber ich muss zugeben, dass zu viele Fingernummer über oder unter den Noten auch zu einer Art mentalem Stau beim Spieler führen können…

Wenn du das vollständige Notenblatt kostenlos haben möchtest, schreibe mir einfach kurz (eine E-Mail) und ich werde es dir stante pede als PDF-Datei zuschicken.
                                              
Yours truly,
{Doing it Cairns' Style | Comfort in Every Bar & Certain in Every Key}
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