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Ein Hürde nach der anderen beim Tonleiterspiel nehmen - Cairns' Style - Comfort in Every Bar. Certain in Every Key.

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The Blog
Datum: 25. August 2026
zuletzt aktualisiert am 6. September 2026

Ein Hürde nach der anderen beim Tonleiterspiel nehmen
My dear Piano Lovers,

es spielt keine Rolle, ob du dich an ein neues Musikstück wagst oder zum ersten Mal versuchst, eine Tonleiter mit beiden Händen gleichzeitig zu spielen. Dieser Moment kann dich so entmutigen, dass du versucht sein könntest, das Klavier (ein für alle Mal) zu schließen.

Doch wir alle haben dieses Problem. Das beidhändige Spiel ist eine kolossale geistige Höchstleistung - eine kognitive Herausforderung, die sich durch keine andere alltägliche Übung simulieren lässt.

Der Trick besteht darin, so geduldig mit dir selbst zu sein, wie es nur irgendwie möglich ist und das beidhändige Spiel nur schrittweise und sehr langsam zu üben. Erinnere dich stets an den großen Rachmaninow, der für sein extrem langsames Übungstempo berühmt war.

Du fragst dich nun vielleicht: Warum, in piano’s name, warum aufhören und wo aufhören?

Du solltest aufhören, weil deine Konzentration oft nicht so fokussiert ist, wie du denkst. Das hat absolut nichts mit „dumm sein“ oder dergleichen zu tun. Vielmehr dauert unsere intensive Aufmerksamkeitsspanne für komplexe motorische Koordination nur etwa 30 bis 40 Sekunden. Es macht also einfach keinen Sinn, ein ganz neues Stück zwei Minuten oder länger am Stück durchzuspielen, oder?

Du solltest genau in dem Moment innehalten, in dem du etwas erreicht hast. Bei einem neuen Stück könnte das ein einzelner Takt plus der erste Ton des folgenden Taktes sein, den du fehlerfrei gespielt hast. Beim Üben von Tonleitern sollte es die erste erfolgreich genommene Hürde, der Daumenuntersatz, sein.

Das Überwinden der ersten Hürde in der aufsteigenden G-Dur-Tonleiter beim ersten „C“ für die rechte Hand
Um diese gefürchtete Blockade beim beidhändigen Spiel zu vermeiden, werde ich dir zeigen, wie „Doing it Cairns‘ Style“ für dich den entscheidenden Unterschied machen kann.

Betrachte die Tonleiter als einen strukturierten Hürdenlauf – bei dem du nach dem Überwinden des allerersten Hindernisses ganz bewusst pausierst.

Lass uns diese erste Phase Schritt für Schritt von links nach rechts analysieren:

Der synchrone Start: Du beginnst perfekt ausbalanciert mit G5 in der linken Hand (LH) und G1 in der rechten Hand (RH), gefolgt von einem fließenden Übergang zu A4 (LH) und A2 (RH).

Der mentale Anker: Beim dritten Ton erreichen beide Hände einen wunderschönen Punkt geometrischer Symmetrie – sie spielen H3 (LH) und H3 (RH) gemeinsam. Dies bietet deinem Gehirn einen sofortigen, entspannenden Anker.

Die erste Hürde: Nun trennen sich die mechanischen Wege. Während die linke Hand kontinuierlich und bequem zum C2 weiterfließt, muss die rechte Hand ihren ersten entscheidenden Daumenuntersatz ausführen, um C1 anzuschlagen.

Der strategische Stopp: In genau der Millisekunde, in der beide Hände auf „C“ landen, machst du eine Pause.
Cairns’ Style visual piano scale help for G major parallel motion, showing the strategic stop at the first hurdle for both hands by Giselle Anna Cairns
Durch diesen bewussten Stopp wird verhindert, dass sich dein Spielapparat verkrampft. Deine linke Hand hat ihren ersten Lauf vollendet, und deine rechte Hand hat ihre erste Hürde mit absoluter, entspannter Präzision gemeistert.

Bitte übe diesen Teil so lange, bis er langweilig wird. Warum das? Weil in dem Moment, in dem du dich langweilst, hat das ehemals neue beidhändige Üben seine eigentliche Schwierigkeit verloren und deine Gedanken anfangen zu wandern.

Doch bevor die abschweifenden Gedanken zu sehr ablenken, solltest du die nächste Hürde in G-Dur in Angriff nehmen. Diese zeigt sich, wenn die linke Hand ihren eigenen Daumen erreicht hat und einen Fingerübersatz ausführen muss, um mit dem dritten Finger weiterzuspielen.

Das Meistern der zweiten Hürde in der aufsteigenden G-Dur-Tonleiter beim ersten „E“ für die linke Hand
Um diesen nächsten Teil erfolgreich anzugehen, versuche:

genau dort zu starten, wo du aufgehört hast: C2 (LH) und C1 (RH), und dich schrittweise nach oben zu arbeiten,

vorbei an D1 (LH) und D2 (RH), um

nach einem Fingerübersatz über den Daumen der linken Hand, auf E3 (LH) und E3 (RH) zu landen,

was dir einen weiteren sicheren Landeplatz bietet, da beide Hände auf einem „E“ ruhen.
Cairns’ Style visual piano scale help for G major parallel motion, showing the strategic stop at the second hurdle for both hands by Giselle Anna Cairns
Ich sehe es fast vor mir, wie du nun den Kopf schüttelst. Warum solltest du nur so wenige Tasten zusammen üben?

Der Grund ist, dass du deinem Gehirn Zeit geben musst, das Ganze zu verarbeiten. Drei bis fünf Tasten mit beiden Händen zusammen zu spielen, erscheint fast zu zahm, um es überhaupt in Betracht zu ziehen. Ja, im Moment ist es zahm, aber es wird schon anspruchsvoller, wenn du, nachdem du diesen letzten Teil (von "C" bis "E") ein paar Mal geübt hast, wieder ganz von vorne beginnst.

Das Schöne an diesen Tonleitern in Parallelbewegung ist, dass du exakt dieselben Tasten zusammenspielst, wodurch du sofort hörst, wenn du dich verspielst.

Und – Vorsicht: Spoiler – nach nur einer Oktave der Tonleiter geht das Ganze von vorne los. Nach zwei weiteren Hürden befindest du dich eine Oktave höher als beim Start, stehst aber nun vor einer bereits bekannten Herausforderung.

Das Anpacken der dritten Hürde in der aufsteigenden G-Dur-Tonleiter beim zweiten „G“ für die rechte Hand
Wenn du die dritte Hürde in Angriff nimmst, wirst du:

mit beiden Händen auf E3 beginnen,

„Fis“ mit dem 2. Finger (LH) und dem 4. Finger (RH) erreichen, und

dich schließlich mit beiden Daumen auf dem „G“ wiederfinden.

Meistern der winzigen vierten Hürde in der aufsteigenden G-Dur-Tonleiter beim zweiten „A“ für die linke Hand
Die letzte Hürde – wenn man sie nach all den Fortschritten, die du bereits gemacht hast, überhaupt noch so nennen kann – ist:

der Fingerübersatz von G1 zu A4 in der linken Hand,

während die rechte Hand unerschrocken ihren Weg von G1 zu A2 fortsetzt.
Cairns’ Style visual piano scale help for G major parallel motion, showing the strategic stops at the third and fourth hurdles for both hands by Giselle Anna Cairns
Dieses Tonleiter-Muster für eine Oktave kann so oft wiederholt werden, wie sich Tasten unter deinen Fingern zum Üben befinden, aber im Normalfall sind zwei Oktaven erst einmal völlig ausreichend.

In G-Dur enden wir triumphierend auf G5 (LH) und G1 (RH).

Bemerkst du bereits die Veränderung?

Yours truly,
Giselle Anna Cairns
{Doing it Cairns’ Style | Comfort in Every Bar & Certain in Every Key}

P.S. Die drei Bilder zeigen Ausschnitte meiner "Erfindung", die ich Visual KeyScales genannt habe.

© 2026 Cairns' Style | Giselle Anna Cairns
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